05.10.2021, 19 Uhr

Was verbindet uns mit der Romantik?

Marianne Rodenstein zu ihren gesellschaftlichen Umwertungen seit 1945

Ort: Arkadensaal. Eingang: Großer Hirschgraben 23-25

Deutsches Romantik-Museum

Frankfurter Goethe-Haus

Die Eröffnung des Deutschen Romantik-Museums in Frankfurt ist Anlass, nach unserem Verhältnis zur Romantik zu fragen. Dabei geht es sowohl um außeralltägliche romantische Empfindungen als auch um die historische Romantik in Literatur und Malerei (etwa 1790 bis 1830). Ältere können sich vielleicht noch an eine Zeit erinnern, in der die historische Romantik vergessen und alles Romantische verpönt war. Dass sich dies verändert hat, darauf deutet die im vergangenen Jahrzehnt zunehmende Rede von der „Wiederkehr“ beziehungsweise „Rückkehr“ der Romantik oder gar von der „Wiederverzauberung der Welt“ hin.

Im Vortrag von Prof. Dr. Marianne Rodenstein, Soziologin und Stadtforscherin, werden die jeweiligen Veränderungen in der Bewertung der Romantik in Deutschland mit unterschiedlichen Phasen der gesellschaftlichen Entwicklung in Zusammenhang gebracht.

Der Zeit der Entwertung der Romantik zwischen 1945 und 1970 folgt eine Phase der Wiedererinnerung und Neubewertung der Romantik (1970 bis circa 1990). Danach gab es eine Zeit, in der „kulturkapitalistische Aspekte“ (Rifkin) die Kreativität und Innovationsfähigkeit im Erwerbsleben und die Erlebnisfähigkeit im Konsum förderten und damit die Möglichkeiten des romantischen Erlebens steigerten. Auch in der zeitgenössischen Kunst und Literatur lassen sich vermehrt romantischer Aspekte erkennen, zuletzt motiviert durch den Klimawandel, der eine neue Sichtweise auf Menschen und Natur erfordert. Dabei wird wieder auf die historische Romantik verwiesen.

Eine Veranstaltung des Kuratoriums Kulturelles Frankfurt e.V.

Veranstaltungsort: Arkadensaal. Eingang: Großer Hirschgraben 23-25

Eintritt frei

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